Dienstleistungsmärkte

Der Dienst Dienstleistungen (D) beschäftigt sich mit Wettbewerbsbeschränkungen in den Bereichen Banken und Versicherungen, Gesundheitsdienstleistungen, freie Berufe, Werbung sowie persönliche, gewerbliche und Reparaturdienstleistungen. Ferner sind auch Märkte in den Bereichen Ausbildung, Kultur, Freizeit und Sport dazuzuzählen.

Im Banken- und Versicherungssektor sind traditionelle Wettbewerbsabreden schon früher beseitigt worden. Heute geben vor allem Unternehmenszusammenschlüsse und die Problematik der Marktbeherrschung Anlass zu kartellrechtlichen Verfahren. Bei den Beratungsdienstleistungen sind angesichts der Globalisierung der Wirtschaft Strukturanpassungen und damit Zusammenschlüsse das Thema.

Bei den freien Berufen stehen Preisabreden und Werbebeschränkungen im Vordergrund. Teilweise sind solche Abreden unter dem neuen KG aufgehoben oder gelockert worden, so dass der Weg für Preisverhandlungen mit den Angehörigen dieser Berufe grundsätzlich offensteht. In anderen Berufen steht die Lockerung der Abreden noch aus.

Das Geschehen auf den Gesundheitsmärkten ist weitgehend durch das neue Krankenversicherungsgesetz geprägt. Dieses hat im Verhältnis Leistungserbringer und Krankenkassen zu einer Neuverteilung der Rollen geführt. Die Krankenkassen, die im Versicherungsmarkt ihrerseits im Wettbewerb stehen, setzen die Leistungserbringer unter verstärkten Marktdruck. Der Wettbewerb spielt in den Gesundheitsmärkten angesichts staatlicher Regulierungen (z.B. Subventionierung öffentlicher Spitäler) und nach wie vor starker Kartellierung dennoch nur beschränkt. Die Wettbewerbskommisson nimmt denn auch immer wieder Stellung zu staatlichen Regulierungen, die zu nicht rechtfertigbaren Wettbewerbsbeeinträchtigungen führen.

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