OECD publiziert die PISA-Ergebnisse 2025
Bern, 08.09.2026 — Fünfzehnjährige Jugendliche in der Schweiz schneiden in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften im internationalen Vergleich erneut gut bis sehr gut ab. Die Schweiz liegt in allen getesteten Kompetenzen signifikant über dem OECD-Durchschnitt und gehört weiterhin zu den leistungsstärksten Ländern. Das zeigt die aktuelle PISA-Studie. Eine Herausforderung bleibt das Erreichen des Mindestkompetenzniveaus. Dies insbesondere bei sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD publiziert heute die Ergebnisse der PISA-Erhebung 2025 für 91 Länder, darunter 38 OECD-Mitgliedstaaten. Bei diesem Programm (Programme for International Student Assessment) lösen 15-jährige Jugendliche weltweit Aufgaben in Naturwissenschaften (Fokus der Erhebung 2025), Lesen, Mathematik und neu auch in modellbasiertem Problemlösen. In der Schweiz beteiligten sich rund 7 600 Jugendliche aus 275 Schulen. Die Ergebnisse der Schweiz werden im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren EDK in einem nationalen Bericht zusammengefasst. Die Daten fliessen in das nationale Bildungsmonitoring ein und werden alle vier Jahre im Bildungsbericht zu einer Gesamtschau des schweizerischen Bildungssystems zusammengeführt.
Wie die aktuelle PISA-Studie zeigt, bewegen sich die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz im internationalen Vergleich weiterhin auf einem hohen Leistungsniveau. In der Hauptdomäne Naturwissenschaften (501 Punkte; OECD-Durchschnitt 482 Punkte) erreichen die Jugendlichen ein sehr gutes Resultat. Weiter hervorzuheben sind die Leistungen in Mathematik (499 Punkte: OECD-Durchschnitt 463 Punkte), die nur von drei OECD-Ländern übertroffen werden. Auch beim Lesen (470 Punkte; OECD-Durchschnitt 461 Punkte) liegen die Ergebnisse signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Ein starkes Ergebnis erzielten die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz zudem im erstmals erhobenen Kompetenzbereich des modellbasierten Problemlösens (520 Punkte; OECD-Durchschnitt 500 Punkte).
Die langfristige Entwicklung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz variiert je nach Kompetenzbereich. Während sich in den Naturwissenschaften über die letzten zehn Jahre hinweg ein stabiles Leistungsniveau zeigt, sinken die Leistungen in Mathematik und im Lesen. Die Tendenz der rückläufigen Resultate zeigt sich auch im OECD-Durchschnitt.
In der Hauptdomäne Naturwissenschaften wurden zusätzlich die individuellen Merkmale untersucht. Dabei zeigen sich in der Schweiz keine signifikanten Geschlechterunterschiede. Von Bedeutung sind hingegen die soziale Herkunft, die zu Hause gesprochene Sprache und der Migrationshintergrund. Insbesondere Schülerinnen und Schüler aus dem untersten Viertel der sozialen Herkunft, erzielen signifikant tiefere Leistungen als jene aus den drei übrigen Vierteln. Diese Befunde entsprechen auch dem OECD-Durchschnitt und verdeutlichen, dass soziale und sprachliche Voraussetzungen einen wichtigen Einfluss auf den Bildungserfolg haben.
ICT-Nutzung in und ausserhalb der Schule
Immer öfter werden in den Schulen der Schweiz digitale Medien für Lernaktivitäten eingesetzt. Die Schweiz liegt hier im OECD-Durchschnitt. Bei der Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) zeigen sich hingegen Unterschiede: Jugendliche in der Schweiz nutzen KI statistisch signifikant häufiger für schulische Aktivitäten als der OECD-Durchschnitt. Wie die PISA-Ergebnisse weiter zeigen, nehmen Smartphones im Freizeitbereich der Jugendlichen in der Schweiz eine zentrale Stellung ein. Sie werden von einer grossen Mehrheit täglich oder fast täglich genutzt. An Wochentagen verbringt fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz zwischen einer und drei Stunden täglich in sozialen Netzwerken, ein Drittel sogar mehr als drei Stunden.
Dokumentation
Kontakt
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Mediendienst EDK, +41 31 309 51 13, presse@edk.ch
Rückfrage zu den Ergebnissen
Deutsch: Dr. Andrea Erzinger, Interfaculty Centre for Educational Research der Universität Bern, +41 31 631 37 26, andrea.erzinger@icer.unibe.ch
Französisch : Carl Denecker, Service de la recherche en éducation (SRED)
+41 22 546 71 19, carl.denecker@etat.ge.ch
Italienisch: Miriam Salvisberg, SUPSI, Centro innovazione e ricerca sui sistemi educativi (CIRSE), +41 58 666 68 44, miriam.salvisberg@supsi.ch